Die strahlende Sonne wird von leichten Wolken überdeckt.

Kinderbuchtipp: Der Himmel soll warten

Der Himmel soll warten

Der Verlust eines geliebten Menschen ist nicht nur für Erwachsene sehr schwer zu begreifen und zu verstehen, sondern auch für Kinder. Zudem geht jeder anders mit dem Gefühl der Trauer um – Verzweiflung, Ohnmacht, Hoffnungslosigkeit, aber auch Wut.

Buchcover von Der Himmel soll warten, geschrieben von Katja Henkel

In dem Buch „Der Himmel soll warten“, geschrieben von Katja Henkel, geht es um die Kinder Julian und Greta, die ihre Großmutter Omalotte verloren haben. Nach dem Tod ihres Vater vier Jahre zuvor, war Omalotte zu einer festen Ansprechpartnerin für die Kinder geworden. Sie lebte mit ihnen zusammen bei ihrer Mutter und hat sich täglich mit um sie gekümmert. Nun ist Omalotte gestorben! Eine Tatsache die sie nicht akzeptieren wollen. Zudem ist noch ein neuer Mann in das Leben ihrer Mutter getreten ist, den sie nicht mögen wollen. Dieser es auch nicht mit coolen Sprüchen schafft, einen Zugang zu den beiden Kindern zu bekommen.

Das Buch beschreibt die Situation der beiden Kinder Julian und Greta, die aus lauter Verzweiflung anfangen sich daneben zu benehmen. So erhoffen sie sich, dass die Großmutter wieder vom Himmel herunterkommt. Sie gehen sogar einen Schwur ein, dass sie die Oma wieder zurück holen. Omalotte befindet sich derweil bereits in der Zwischenwelt und beobachtet das Treiben mit sorgenvollen Blicken. An ihrer Seite der Engel Gustav, der sie eigentlich in den Himmel bringen soll. Doch sie kann noch nicht weiter gehen. Ihr sind aber die Hände gebunden und es gibt keinen Weg für sie zurück zur Erde, um ihren Enkelkindern zur Hilfe zu kommen. Nicht nur Omalotte ist verzweifelt, auch die Erwachsenen sind verzweifelt. Sie wissen nicht was sie noch tun sollen, um den Kinder in ihrer Trauer zu helfen.

Die Lage wird ernst, als Julian und Greta sich an einem winterkalten Abend verlaufen und einschlafen. Daraufhin schickt Gustav den Beiden einen Traum, in dem Omalotte sie küsst. Nur hat dies einen unerwünschten Effekt. Die Kinder denken, dass die Oma noch ganz nah bei Ihnen ist und beschließen, dass die einzige Möglichkeit sie wiederzusehen, ist, dass Julian stirbt. Er stellt sich mit seiner Erkältung auf den Balkon und lässt sich den eiskalten Wind um die Nase wehen. Greta wird mulmig zu Mute und sie vertraut sich dem neuen Freund ihrer Mutter an, zu dem sie über den Zeitraum doch Vertrauen gefasst hat und rettet so ihren Bruder.

Dieses Kinderbuch gibt sehr gut wieder, wie schwer es sein kann, den Verlust eines geliebten Menschen zu akzeptieren – vor allem auch für Kinder, selbst wenn diese bereits Erfahrungen mit dem Tod machen mussten.