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Bestattungen Weltweit – rund um den Globus

Das Bestattungsritual der Hindus

Unsere Reise rund um den Globus zu den verschiedenen Bestattungen weltweit geht zu Ende. Nach den Bestattungsritualen im Islam, Judentum und Buddhismus folgt heute der Einblick in das der Hindus.

Im Hinduismus werden Sterbende mit dem Kopf in Richtung Süden gelegt, weil man daran glaubt, dass sich dort der Totengott Yama befindet. Um dem Sterbenden beizustehen, lesen Angehörige oder Priester aus den heiligen Schriften vor. Wenn der Tod eingetreten ist, sollen Körper und Seele gereinigt werden. Dafür wird der Leichnam auf einen Stuhl gesetzt und gewaschen. Danach wird der Körper gesalbt, in ein Tuch gewickelt, dass zuvor in heiligem Wasser getränkt wurde, und aufgebahrt. So haben die Angehörigen Zeit, sich zu verabschieden. Nach drei Tagen wird der Leichnam zu einem Verbrennungsplatz gebracht. Hier umrunden die Angehörigen zunächst fünfmal die Feuerstelle. Die Runden sollen die Elemente Feuer, Wasser, Luft, Erde und Raum symbolisieren. Danach stellen sich Männer am Kopfende und Frauen am Fußende des Verstorbenen auf und der erstgeborene Sohn zündet mit geweihtem Feuer aus einem Tempel den Leichnam an. Nach weiteren drei Tagen wird die Asche in den heiligen Fluss Ganges oder ein anderes heiliges Gewässer gestreut.

Zum Zeichen ihrer Trauer lassen sich die Söhne des Verstorbenen den Kopf rasieren. Und an allen Todestagen werden Opfergaben dargebracht und mit schwimmenden Kerzen an den Toten erinnert.

Ein Wkingerlangschiff wird im Rahmen des Up Helly Aa verbrannt.

Totenfeste weltweit – auf zu den Shetland-Inseln

Up Helly Aa Fire Festival – feiern wie die Wikinger

In unserer Serie Totenfeste weltweit befinden wir uns wieder in Europa, wo wir euch in diesem Blogbeitrag das Up Helly Aa Fire Festival vorstellen möchten, ein Fest der Wikinger.

Fackellauflauf im Rahmend es Up Helly Aa Festivals.

Immer am letzten Dienstag im Januar verkleiden sich die Bewohner der Shetland-Inseln und feiern Up Helly Aa, ein Fest welches seinen Ursprung im 19. Jahrhundert hat. Schon Monate vorher beginnen die Vorbereitungen für dieses traditionelle Fest mit dem Bau eines prächtigen Wikinger-Langschiffs. Wenn dann am Tag von Up Helly Aa die Sonne untergeht, werden die Straßenlaternen von Lerwick gelöscht und statt dessen Fackeln entzündet. Unter stimmungsvollem Schlachtgesang ziehen tausende als Wikinger verkleidete Menschen das Schiff, mit dem darauf thronenden Jarl (Graf), zum Wasser. Hier wird es, wie es in einem nordischen Begräbnis der Wikinger üblich war, den Flammen geopfert.

Das stimmungsvolle Up Helly Aa ist das größte Festival der Shetland-Inseln – nicht nur für Wikinger-Fans ein tolles Erlebnis! Es wird jährlich in Lerwick, der größten Stadt der Inseln, gefeiert.

Gruselig geschnitzte Kürbisse leuchten im Dunkeln zu Halloween.

Halloween – Das süß schaurige Totenfest

Süßes sonst gibt’s Saures

In unseren letzten Blogposts stellten wir euch „Famadihana – ein Ritual der Malagasystämme auf Madagaskar“ und das irisch-gälische Samhain-Fest vor aus unserer Serie „Totenfeste weltweit“ vor. In diesem Beitrag schreiben wir über ein nicht ganz unbekanntes Totenfest, welches mittlerweile auch hier zu Lande zur Freude vieler gefeiert wird.

Eigentlich ist es ein typisch amerikanisches Fest, aber seit einigen Jahren erfreut sich Halloween auch in Deutschland großer Beliebtheit. Das Fest wird jährlich am 31. Oktober begangen, dem Abend vor Allerheiligen. Ursprünglich entstand der Brauch im 19. Jahrhundert in Irland, wo dieser Abend – der „All Hallows Eve“ – gefeiert wurde. Mit der Zeit verkürzte sich dieser Name zu Halloween. Mit irischen Auswanderern gelangte das Fest in die USA, wo die heute typischen Halloween-Bräuche entstanden: Kinder, die von Tür zu Tür ziehen und nach Süßigkeiten fragen, beleuchtete Kürbisköpfe und gruselige Verkleidungen. In Deutschland wird man an der Tür dann mit dem Spruch „Süßes sonst gibt’s Saures“ begrüßt.

Ein JUnge und Mädchen sind als Vampir zu Halloween verkleidet.

Mittlerweile hat sich der Brauch weiter verbreitet und auch Jugendliche ziehen verkleidet von Haus zu Haus oder Studenten feiern bei sich in der WG eine Halloween-Party bei der alle kostümiert erscheinen – als Geist, Zombie oder etwas anderem Schaurigem.

Ein bleich geschminktes Mädchen schaut rechts über die Schulter

Zur Tradition gehören nicht nur die gruseligen Verkleidungen, sondern auch die ausgehöhlten und von innen beleuchteten Kürbisse. Mancherorts werden sogar Wettbewerbe, wer den schönsten Kürbis geschnitzt hat, ausgetragen.