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Eingang zu den Katakomben von Palermo

Berühmte Gräber und Grabstätten

Gräber und Grabstätten weltweit

Als Hamburger Bestattungsinstitut sehen wir viele Gräber und wissen um die vielfältigen Möglichkeiten der Grabgestaltung und die teilweise interessanten Geschichten. Ob Einzel- oder Familiengräber, Gräber mit Grabstein oder einer eher unauffälligen Bodenplakette oder ganze Grabpalette – die letzte Ruhestätte hat viele Gesichter. Manche Gräber sind berühmt für ihre aufwändige Gestaltung andere wegen des berühmten Toten den sie beherbergen. So oder so gibt es imposante, verträumte und auch ganz spezielle Grabstätten, von denen wir in diesem und in weiteren Beiträgen berichten möchten. Zum Start dieser Serie stellen wir euch die „Katakomben von Palermo“ vor.

Die Katakomben von Palermo

Die an der Nordküste von Sizilien liegende Stadt Palermo ist unter anderem für die sogenannte Kapuzinergruft bekannt. Diese von außen eher unscheinbaren Katakomben sind außergewöhnliche Grabstätten für Kapuziner-Mönche, Angehörige der Oberschicht und auch Lehrer. Bis zum Verbot im Jahre 1837 wurden die dort beherbergten Leichname nicht begraben sondern ausgestellt. Dank der besonderen klimatischen Bedingungen vertrocknen die Leichname über Jahre und werden so mumifiziert. Heute sind dort bis zu 2.000 Verblichene in verschiedenen Stadien der Verwesung zu besichtigen. Dabei tragen viele Verstorbene noch eine festliche Kleidung. In den Katakomben gibt es fünf Korridore, für Männer, Frauen, Professionisti (Ärzte, Rechtsanwälte, Lehrer, Künstler, Politiker und Offiziere), für Priester und für die Kapuziner-Mönche. In zwei weiteren Nischen finden Jungfrauen und Kinder ihre letzte Ruhestätte.

Katakomben von Palermo

Rosalia Lombardo

Eine der berühmtesten Leichen in der Gruft ist ein kleines Mädchen namens Rosalia Lombardo, die im Jahr 1920 an der Spanischen Grippe starb. Ihr Vater bat den örtlichen Einbalsamierer Alfredo Salafia das Mädchen so zu erhalten, wie er sie in Erinnerung hatte. Nun liegt sie, als eine der letzten aufgenommenen Verstorbenen, in den Katakomben von Palermo als würde sie schlafen. Das Geheimnis um die Mixtur, die Signore Salafia verwendete, wurde erst nach seinem Tod im Jahre 2009 gelüftet. Seine Präparation ist so vollendet, dass die kleine Rosalia als die schönste Mumie der Welt gilt.