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Ein zurückgelassener Schreibtisch mit abgeschaltetem Smartphone und Computer.

Digitaler Nachlass

Facebook: Was passiert mit dem Profil nach dem Tod?

Nach dem Tod eines geliebten Menschen muss man zuerst mit den schmerzhaften Gefühlen des Verlusts zurechtkommen. Wenn der erste Schock verdaut ist, kommen eine Menge Aufgaben auf einen zu: Von bürokratischen Angelegenheiten und Planung der Trauerfeier über die Haushaltsauflösung bis hin zur Kündigung von Daueraufträgen muss an viele Punkte gedacht werden. In der heutigen Zeit kommt auch noch der Umgang mit Profilen in Sozialen Netzwerken dazu.

Smartphone mit der Facebook-App, Scrabble-Buchstaben ergeben Social Media als Text

Besonders Facebook nutzen viele von uns um Neuigkeiten zu erfahren und mit Freunden in Kontakt zu bleiben. Doch kaum jemand stellt sich die Frage, was eigentlich im Falle unseres Ablebens mit den Profilen geschieht. Häufig haben ausschließlich wir den Zugang zu unserem Konto. Deshalb versetzen die Facebook-Profile Verstorbener viele Angehörige in Ratlosigkeit.
Immer wieder wenden sich Angehörige an uns, mit Fragen rund um den Umgang mit den Facebook-Profilen ihrer verstorbenen Familienmitglieder oder Freunde.

Wie können Sie bei Facebook vorgehen, wenn ein nahestehender Mensch stirbt?

Mit Hilfe des Facebook-Formulars „Besondere Anfrage bezüglich des Kontos einer verstorbenen Person“ kann das Profil des Verstorbenen entweder in einen Gedenkzustand gebracht oder vollständig gelöscht werden. Hierzu braucht Facebook folgende Informationen:
• Den vollständigen Namen des Kontos und die dazugehörige E-Mail Adresse der verstorbenen Person
• Einen Nachweis des Todes
• Einen Nachweis der Verwandtschaft oder Beziehung mit der verstorbenen Person

Was ist ein Facebook Konto im Gedenkzustand?

Facebook-Profile im Gedenkzustand bieten Freunden und Familienangehörigen des Verstorbenen die Möglichkeit zusammenzukommen, Erinnerungen zu teilen und gemeinsam zu trauern.
Konten im Gedenkzustand haben folgende Hauptmerkmale:
• Im Profil der Person wird neben ihrem Namen „In Erinnerung an“ angezeigt
• Abhängig von den Privatsphäre-Einstellungen des Kontos können Freunde auf der Chronik des Verblichenen Erinnerungen teilen.
• Bereits bestehende Informationen (z.B. Fotos oder Beiträge), bleiben auf Facebook verfügbar und sind für die Zielgruppe, mit der sie geteilt wurden, sichtbar.
• Diese Profile erscheinen nicht öffentlich als „Person, die du vielleicht kennst“, als Werbeanzeigen oder als Geburtstagserinnerung.
• Niemand kann sich bei einem Konto im Gedenkzustand anmelden.
• Sobald ein Konto in den Gedenkzustand versetzt wurde, können keine Inhalte aus dem Konto entfernt werden.

Was können Sie im Voraus bei Facebook hinsichtlich des Vorgehens nach Ihrem Ableben regeln?

Vor Ihrem Tod gibt Facebook die Möglichkeit einen „Nachlasskontakt“ zu bestimmen. Dieser kann, wenn ein Konto im Gedenkzustand ist:
• Auf neue Freundschaftsanfragen reagieren
• Das Profilbild und Titelbild aktualisieren
• Einen Beitrag auf meiner Chronik fixieren, der dann immer ganz oben zu sehen ist.

Was Ihr Nachlasskontakt nicht kann:
▪ Sich bei Ihrem Konto anmelden
▪ Beiträge, Fotos und andere Inhalte aus Ihrer Chronik entfernen oder ändern
▪ Ihre Nachrichten lesen
▪ Einen Ihrer Freunde entfernen.

Wenn Sie nach dem Tod kein Facebook-Konto mehr haben möchten, können Sie eine vollständige Entfernung Ihres Kontos beantragen.

Wie bestimmen Sie einen Nachlasskontakt oder beantragen eine Entfernung Ihres Profils nach dem Tod?

Unter „Einstellungen“ bei Facebook befindet sich ein Punkt „Sicherheit“, dort ist die Option „Nachlasskontakt“ zu finden. Hier kann bestimmt werden, welcher Ihrer Facebook-Kontakte Ihr Nachlasskontakt werden soll. Auch kann hier unter der Option „Mein Konto dauerhaft löschen“ die Entfernung Ihres Kontos nach Ihrem Tod beantragt werden.

Eingang zu den Katakomben von Palermo

Berühmte Gräber und Grabstätten

Gräber und Grabstätten weltweit

Als Hamburger Bestattungsinstitut sehen wir viele Gräber und wissen um die vielfältigen Möglichkeiten der Grabgestaltung und die teilweise interessanten Geschichten. Ob Einzel- oder Familiengräber, Gräber mit Grabstein oder einer eher unauffälligen Bodenplakette oder ganze Grabpalette – die letzte Ruhestätte hat viele Gesichter. Manche Gräber sind berühmt für ihre aufwändige Gestaltung andere wegen des berühmten Toten den sie beherbergen. So oder so gibt es imposante, verträumte und auch ganz spezielle Grabstätten, von denen wir in diesem und in weiteren Beiträgen berichten möchten. Zum Start dieser Serie stellen wir euch die „Katakomben von Palermo“ vor.

Die Katakomben von Palermo

Die an der Nordküste von Sizilien liegende Stadt Palermo ist unter anderem für die sogenannte Kapuzinergruft bekannt. Diese von außen eher unscheinbaren Katakomben sind außergewöhnliche Grabstätten für Kapuziner-Mönche, Angehörige der Oberschicht und auch Lehrer. Bis zum Verbot im Jahre 1837 wurden die dort beherbergten Leichname nicht begraben sondern ausgestellt. Dank der besonderen klimatischen Bedingungen vertrocknen die Leichname über Jahre und werden so mumifiziert. Heute sind dort bis zu 2.000 Verblichene in verschiedenen Stadien der Verwesung zu besichtigen. Dabei tragen viele Verstorbene noch eine festliche Kleidung. In den Katakomben gibt es fünf Korridore, für Männer, Frauen, Professionisti (Ärzte, Rechtsanwälte, Lehrer, Künstler, Politiker und Offiziere), für Priester und für die Kapuziner-Mönche. In zwei weiteren Nischen finden Jungfrauen und Kinder ihre letzte Ruhestätte.

Katakomben von Palermo

Rosalia Lombardo

Eine der berühmtesten Leichen in der Gruft ist ein kleines Mädchen namens Rosalia Lombardo, die im Jahr 1920 an der Spanischen Grippe starb. Ihr Vater bat den örtlichen Einbalsamierer Alfredo Salafia das Mädchen so zu erhalten, wie er sie in Erinnerung hatte. Nun liegt sie, als eine der letzten aufgenommenen Verstorbenen, in den Katakomben von Palermo als würde sie schlafen. Das Geheimnis um die Mixtur, die Signore Salafia verwendete, wurde erst nach seinem Tod im Jahre 2009 gelüftet. Seine Präparation ist so vollendet, dass die kleine Rosalia als die schönste Mumie der Welt gilt.

Drei Kerzen sind bei Sonnenuntergang am Strand aufgestellt

Feuerbestattung – Asche zu Asche

Asche zu Asche

Uns ist aufgefallen, dass in den letzten Jahren die Zahl der Feuerbestattungen stark zugenommen hat. Das ist ein guter Grund für mich, dazu ein paar Worte zu verlieren: Die Feuerbestattung ist eine der ältesten Bestattungsarten, die bis heute in vielen Regionen der Welt praktiziert wird. Im Christentum wurde sie lange abgelehnt, weil sie der Vorstellung der leiblichen Auferstehung – wie es im Glaubensbekenntnis steht – zuwiderläuft. Erst seit 1963 gestatten gläubige Katholiken offiziell die Wahl zwischen einer Erd- und einer Feuerbestattung.

Ein Herz aus Holz zurecht gelegt

Es gibt viele Möglichkeiten eine Urne beizusetzen

Die Zustimmung der Kirche ist sicher nicht der Grund, warum Feuerbestattungen immer beliebter werden. Manchmal ist es eine Kostenfrage – manchmal liegt es daran, dass sich die Angehörigen nicht regelmäßig um die Grabpflege kümmern können. Heutzutage wohnen viele Familien nicht mehr in der gleichen Stadt. Ich persönlich bemerke auch, dass sich die Trauerkultur insgesamt wandelt. Das Grab, als Ort des Erinnerns verliert an Bedeutung. Immer mehr Menschen entscheiden sich für Baum- oder Seebestattungen. Bei der Seebestattung wird die Urne im Meer beigesetzt, wo sie sich innerhalb weniger Stunden auflöst. Entscheidet man sich für die Baumbestattung, wird die Urne z.B. in einem Friedwald im Wurzelbereich eines Baumes in die Erde gelassen. Eine neue, beliebte Art der Feuerbestattung ist die Diamantbestattung. Ein Teil der Asche wird zu einem künstlichen Diamanten gepresst, der als persönliches Erinnerungsstück aufbewahrt oder als Schmuckstück getragen wird. Trotz der vielen individuellen Möglichkeiten entscheiden sich aber immer noch viele Menschen, für ein klassisches Urnengrab oder ein Kolumbarium.

Der Ablauf einer Feuerbestattung

Im Falle einer Feuerbestattung ist der Zeitraum zwischen dem Tod und der Beisetzung aufgrund der Kremation etwas länger als bei einer klassischen Erdbestattung. Während der Kremation darf der Verstorbene eigene Sterbekleidung tragen, die aber nicht aus Kunststoff sein sollte. Da in Deutschland die Sargpflicht besteht, ist es nicht möglich Verstorbene ohne Sarg einzuäschern. Der Sarg dient dabei als Brennmaterial, soll aber auch die Pietät gegenüber dem Toten wahren. Die Trauerfeier kann vor der Einäscherung am Sarg stattfinden oder danach an der Urne. Einige Angehörige entscheiden sich dafür, den Verstorbenen am Sarg zusammen mit Verwandten, Freunden und Bekannten zu verabschieden, die Urne aber im engsten Kreis beizusetzen.

Feuerbestattung – die günstige Alternative?

Wenn es um die Bestattung eines lieben Menschen geht, redet niemand gerne über Geld. Ich würde es an dieser Stelle gerne dennoch tun, einfach um umfassend zu informieren: Der Preis für eine Feuerbestattung liegt in der Regel unter dem einer Erdbestattung. Denn meist wird bei einer Einäscherung ein eher günstiger Sarg gewählt, der ausschließlich aus Holz besteht – also keine Nägel oder Beschläge hat. Außerdem sind die Gebühren für Urnengräber niedriger, weil sie viel kleiner sind. Wird die Urne auf See beigesetzt, fallen Kosten für die Reederei an.

Übrigens bieten wir vom Hamburger Bestattungsinstitut alle erwähnten Bestattungsarten an. Sollten Sie mehr dazu erfahren wollen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.