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Abschied nehmen

Auf ein letztes Wort

Bei der Trauerarbeit um einen verstorbenen Angehörigen ist das Abschiednehmen ein wichtiger Teil. Es gibt den Betroffenen die Möglichkeit noch einmal Worte mit dem Sterbenden zu wechseln oder auch nur mitzuteilen. Um sich zu bedanken, noch einmal die Hand zu halten und zu drücken, aber auch liebe Worte zu sagen oder sich zu entschuldigen. Am schönsten ist es für die Beteiligten, wenn dies zu Lebzeiten geschehen kann.

Abschied nehmen - Letzte Worte

Ein Aspekt ist auch der Ort des Abschiedes – findet die letzte Begegnung zu Hause in den eigenen vier Wänden oder im Krankenhaus statt? Wenn ein Angehöriger zu Hause verstirbt, möchten viele Hinterbliebene, dass dieser schnell abgeholt und ins Leichenhaus gebracht wird, nachdem der Tod von einem Arzt festgestellt und der Totenschein ausgefüllt wurde.

Die Aufbahrung zu Hause

Der Grund hierfür liegt darin, dass viele Menschen ein unwohles Gefühl dabei haben mit einem Toten in einem Raum oder in einem Haus zu sein. Auch spielt hier der Tod als Tabu in unserer Gesellschaft weiterhin eine große Rolle – es ist nicht mehr üblich zu Hause von den Angehörigen Abschied zu nehmen. Im Gegenteil, sie werden so schnell wie möglich aus der vertrauten Umgebung entfernt. Dabei spielt die Sorge, dass der Leichnam schnell verfällt eine entscheidende Rolle.

Allerdings verändert sich ein Leichnam gar nicht so schnell. Dieser Prozess zieht sich über Stunden und Tage, so dass eine Aufbahrung zu Hause für einen Tag oder auch länger, nach Eintritt des Todes unbedenklich ist. Die Aufbahrungszeiten sind dabei je Bundesland untersch

iedlich. In Brandenburg und Sachsen müssen Tote bereits nach 24 Stunden in die Leichenhalle überführt werden, in den meisten anderen Bundesländern nach 36 Stunden – Thüringen hat mit 48 Stunden eine der längsten Aufbahrungszeiten und wird nur von Bayern, die keine festgesetzte Frist haben, übertroffen.

Vorteile des Abschiednehmens zu Hause

Eine Aufbahrung zu Hause bietet zudem den Vorteil, dass man sich an einem vertrauten Ort Ruhe verabschieden kann. Der Leichnam wird von dem Pflegepersonal oder dem Bestatter gewaschen, angezogen und fertig für die Aufbahrung gemacht. Der anschließende Abschied findet ungestört statt und die Angehörigen können miteinander Erinnerungen austauschen. Auch Freunde und Bekannte haben so die Möglichkeit angemessen „Adieu“ zu sagen .

Alternativen zur Aufbahrung zu Hause

Natürlich spielt in vielen Fällen auch die Platzfrage eine Rolle, wenn es um die Aufbahrung zu Hause geht. Nicht jeder hat eine Wohnung, die groß genug ist, um einen Toten gut aufbahren zu können. Für diesen Fall können wir als Hamburger Bestattungsinstitut die Abschiedsräume des Ohlsdorfer Bestattungsforum (http://www.friedhof-hamburg.de/ohlsdorf/bestattungsforum/abschiedsraeume/) empfehlen. Hier wird der Leichnam im Sarg in einem gemütlichen Raum aufgebahrt, der eine schönere Atmosphäre als die normale Leichenhalle bietet. Nur die Angehörigen haben über eine Chipkarte Zutritt und können ihren Verstorbenen Tag und Nacht – unabhängig von den regulären Öffnungszeiten des Bestattungsforums – aufsuchen. So haben die Hinterbliebenen ausreichend Zeit für ihren Abschied.