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Erinnerung an Verstorbene

Ein Stück Erinnerung für die Ewigkeit

Zu Lebzeiten verbringen Menschen viel Zeit miteinander – es werden Erinnerungen geschaffen, an die man in ruhigen Stunden gerne denkt! Nach einem schweren Verlust helfen Bilder sich an schöne, gemeinsame Erlebnisse zu erinnern. Viele Hinterbliebene haben jedoch den Wunsch noch etwas mehr als Fotos, Briefe oder Postkarten als Nachlass zu verwahren.

In unserem Blog-Beitrag „Der Erinnerungsdiamant“ haben wir bereits die Möglichkeit vorgestellt, aus der Asche des Verstorbenen einen Diamanten pressen zu lassen und diesen wie ein Schmuckstück als Anhänger um den Hals oder am Ring zu tragen.

Heute möchten wir eine weitere Möglichkeit vorstellen, sich eine ganz besondere Erinnerung zu schaffen. Das Unternehmen schoen-e-berg, bietet eine Alternativen zum Diamanten an – in Form von Erinnerungsschmuck.

Der Erinnerungsschmuck

Einen Fingerabdruck gibt es nur einmal auf der Welt – er ist ebenso einzigartig wie auch individuell. Bei dem Erinnerungsstück handelt es sich um den in ein Schmuckstück eingearbeiteten Fingerabdruck des Verstorbenen. Dieser kann dann weiter verarbeitet werden zu einem Anhänger für eine Kette, zu einem Armband, zu einem Ring oder zu einer Erinnerungsmünze mit Inschrift.

Mit Silikon fertigen die Mitarbeiter von schoen-e-berg einen 1 zu 1 Abdruck an, der in Handarbeit weiter bearbeitet wird. Dies ermöglicht eine individuelle Handhabung und eine sorgfältige Einarbeitung in das Schmuckstück.

Wer zusätzlich zu dem Erinnerungsschmuck ein Andenken an den Verstorbenen haben möchte, dem bietet das Unternehmen ein Schmuckkästchen/-dose????? zum Aufbewahren an. Dieses ermöglicht den Angehörigen eine wertvolle Erinnerung immer bei sich zu tragen – zum Beispiel die Erde vom Ort der Beisetzung oder auch etwas anderes, des verstorbenen Menschens, wie etwa eine Haarlocke.

Die Erinnerungsschatulle

Nicht jeder Mensch trägt gerne Schmuck! Sei es aus Gewohnheit oder auch aus beruflichen Gründen. Da kommt die Erinnerungsschatulle, die man bei sich zu Hause hinstellen kann, genau richtig. In der Schatulle kann eine Haarlocke, ein wenig Erde vom Ort der Beisetzung oder auch ein Schmuckstück des Toten aufbewahrt werden. Die individuell gestaltete Schatulle kann sogar von dem Verstorbenen in der letzten Phase seines Lebens vorbereitet und den Angehörigen als Erinnerung vor dem Tod und als Teil des Abschiedsnehmens übergeben werden. Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit der plastischen Erinnerung in Form einer Totenmaske.

Die Totenmaske

Manchen Menschen ist ein Schmuckstück als Erinnerung zu wenig und nicht greifbar genug. So kann auch eine Totenmaske der Person nach dem Tod angefertigt werden. Nach dem Eintritt des Todes wird vom Gesicht des Verstorbenen ein Negativ der Maske mit einer speziellen Gipsart abgenommen. Bei diesem Vorgang bleibt das Gesicht des Verstorbenen unversehrt und auch sauber – es gibt keine Gipsreste auf der Haut. Neben dem Gesicht können auch Abdrücke anderer Körperteile, wie dem Fuß oder der Hand genommen werden. Auf Anfrage fertig schoen-e-berg sowohl ganze Statuen als auch Büsten an.

Abschied nehmen

Auf ein letztes Wort

Bei der Trauerarbeit um einen verstorbenen Angehörigen ist das Abschiednehmen ein wichtiger Teil. Es gibt den Betroffenen die Möglichkeit noch einmal Worte mit dem Sterbenden zu wechseln oder auch nur mitzuteilen. Um sich zu bedanken, noch einmal die Hand zu halten und zu drücken, aber auch liebe Worte zu sagen oder sich zu entschuldigen. Am schönsten ist es für die Beteiligten, wenn dies zu Lebzeiten geschehen kann.

Abschied nehmen - Letzte Worte

Ein Aspekt ist auch der Ort des Abschiedes – findet die letzte Begegnung zu Hause in den eigenen vier Wänden oder im Krankenhaus statt? Wenn ein Angehöriger zu Hause verstirbt, möchten viele Hinterbliebene, dass dieser schnell abgeholt und ins Leichenhaus gebracht wird, nachdem der Tod von einem Arzt festgestellt und der Totenschein ausgefüllt wurde.

Die Aufbahrung zu Hause

Der Grund hierfür liegt darin, dass viele Menschen ein unwohles Gefühl dabei haben mit einem Toten in einem Raum oder in einem Haus zu sein. Auch spielt hier der Tod als Tabu in unserer Gesellschaft weiterhin eine große Rolle – es ist nicht mehr üblich zu Hause von den Angehörigen Abschied zu nehmen. Im Gegenteil, sie werden so schnell wie möglich aus der vertrauten Umgebung entfernt. Dabei spielt die Sorge, dass der Leichnam schnell verfällt eine entscheidende Rolle.

Allerdings verändert sich ein Leichnam gar nicht so schnell. Dieser Prozess zieht sich über Stunden und Tage, so dass eine Aufbahrung zu Hause für einen Tag oder auch länger, nach Eintritt des Todes unbedenklich ist. Die Aufbahrungszeiten sind dabei je Bundesland untersch

iedlich. In Brandenburg und Sachsen müssen Tote bereits nach 24 Stunden in die Leichenhalle überführt werden, in den meisten anderen Bundesländern nach 36 Stunden – Thüringen hat mit 48 Stunden eine der längsten Aufbahrungszeiten und wird nur von Bayern, die keine festgesetzte Frist haben, übertroffen.

Vorteile des Abschiednehmens zu Hause

Eine Aufbahrung zu Hause bietet zudem den Vorteil, dass man sich an einem vertrauten Ort Ruhe verabschieden kann. Der Leichnam wird von dem Pflegepersonal oder dem Bestatter gewaschen, angezogen und fertig für die Aufbahrung gemacht. Der anschließende Abschied findet ungestört statt und die Angehörigen können miteinander Erinnerungen austauschen. Auch Freunde und Bekannte haben so die Möglichkeit angemessen „Adieu“ zu sagen .

Alternativen zur Aufbahrung zu Hause

Natürlich spielt in vielen Fällen auch die Platzfrage eine Rolle, wenn es um die Aufbahrung zu Hause geht. Nicht jeder hat eine Wohnung, die groß genug ist, um einen Toten gut aufbahren zu können. Für diesen Fall können wir als Hamburger Bestattungsinstitut die Abschiedsräume des Ohlsdorfer Bestattungsforum (http://www.friedhof-hamburg.de/ohlsdorf/bestattungsforum/abschiedsraeume/) empfehlen. Hier wird der Leichnam im Sarg in einem gemütlichen Raum aufgebahrt, der eine schönere Atmosphäre als die normale Leichenhalle bietet. Nur die Angehörigen haben über eine Chipkarte Zutritt und können ihren Verstorbenen Tag und Nacht – unabhängig von den regulären Öffnungszeiten des Bestattungsforums – aufsuchen. So haben die Hinterbliebenen ausreichend Zeit für ihren Abschied.

Ein Blumengesteck liegt auf einer Klarinette, die auf einem Klavier abgelegt wurde.

Die 10 beliebtesten Trauersongs

Musik gehört dazu

Neben der Trauerrede spielt die Musik eine sehr wichtige Rolle bei jeder Beerdigung. Sie prägt die Atmosphäre und ist Teil der individuellen Gestaltung. Bei der Auswahl der Trauermusik gibt es generell keine Regeln. Was gefällt, ist auch passend. Oft suchen die Angehörigen Stücke aus, die der Verstorbene zu Lebzeiten gerne gehört hat. Das ist eine schöne und stimmungsvolle Art, an einen Menschen zu denken. Beliebt ist aber auch Musik, die dem Gefühl von Trauer und Schmerz Ausdruck verleiht.

Die 10 beliebtesten Songs möchten wir hier gerne vorstellen und einen Song, den ich besonders schön finde. Diese Lieder dürfen gerne als Inspiration dienen.

1. Time To Say Goodbye – Andrea Bocelli und Sarah Brightman

Der italienische Song über das Abschiednehmen ist ein Evergreen auf Trauerfeiern.

2. Ave Maria – Franz Schubert

Seit Jahren ein beliebtes Stück für Beerdigungen. Besonders ältere Menschen bevorzugen klassische Musik.

3. Candle In The Wind – Elton John

Sir Elton John komponierte diesen Song für die Beerdigung der verstorbenen Prinzessin Diana. Ein Millionenpublikum verfolgte die Trauerfeier im Fernsehen und hörte mit Rührung wie der britische Popstar für die Verstorbene sang.

4. Das Leben Ist Schön – Sarah Connor

In diesem Lied thematisiert die Sängerin ihren eigenen Tod und den Wunsch, dass die Trauerfeier zu einer fröhlichen Hommage an das Leben wird. Es ist das erste Lied, dass Sarah Connor auf deutsch singt.

5. My Way – Frank Sinatra

Ein Klassiker, in dem der Sänger auf sein erfülltes Leben zurückschaut – das er auf „seine Weise“ gemeistert hat.

6. Amoig Seg’Ma Uns Wieder – Andreas Gabalier

Trauriger Hintergrund: Andreas Gabalier verarbeitet mit diesem Song den Selbstmord seines Vaters und seiner Schwester.

7. Der Weg – Herbert Grönemeyer

Diesen gefühlvollen Song widmete Herbert Grönemeyer seiner verstorbenen Frau.

8. I Will Always Love You – Whitney Houston

Der Trennungssong der stimmgewaltigen Sängerin war schon in den vergangenen Jahren eine beliebte Musik für Trauerfeiern.

9. Only Time – Enya

Die irische Sängerin wird mit ihrem Song aus dem Jahr 2000 oft bei Beerdigungen gespielt.

10. Air Suite Nr. 3 – Johann Sebastian Bach

Erst seit 2015 gehört auch Johann Sebastian Bachs Air aus der 3. Orchestersuite zu den meistgespielten Stücken auf Beerdigungen.

Und mein persönlicher Favorit, zusätzlich zu der oberen Liste: Abschied muss man üben von Heinz Rudolf Kunze. Er gefällt mir deswegen so gut, weil er die schwierige Thematik des Abschiedsnehmens gut wiedergibt und gleichzeitig positiv gestimmt ist und daran erinnert jeden Tag des Lebens zu genießen und zu leben.
Wer gerne mal in das Lied reinhören möchte, der kann dies hier tun (ab 2.08 min): Abschied muss man üben – Heinz Rudolf Kunze

Rosenblüten liegen auf Notenblätter