Kategorie-Archiv: Bestattungsinstitut

Unser erster Werbespot auf Alsterradio

In dieser Woche steht für uns als Bestattungsunternehmen eine kleine Premiere an: Auf Alsterradio läuft nachmittags ab 15:00 Uhr unser erster Werbespot. Wir haben so etwas noch nie gemacht und wollen einmal völlig unkonventionell an das Thema Sterben und Tod herangehen und dabei auch überraschen.

Ich glaube, es ist uns gelungen. Hört selbst, hier ist der Spot:

Ein Pärchen hält sich im Arm und läuft einen Weg entlang.

Die ersten Schritte bei einem Todesfall

Was bei einem Todesfall alles getan werden muss

Die Welt scheint stehen zu bleiben, wenn ein naher Angehöriger, ein Freund oder der Partner stirbt. Die emotionale Belastung für die Hinterbliebenen ist oft so groß, dass sie sich in einer regelrechten Schockstarre befinden. Und trotzdem müssen sie sich gerade jetzt um viele Dinge kümmern.

Wir machen immer wieder die Erfahrung, dass es den Trauernden sehr schwer fällt, sich selbst zu überlegen, was nun alles zu tun ist. Deshalb möchten wir gerne hier eine Liste mit den ersten Schritten nach einem Todesfall zur Verfügung stellen.

• Bei einem Sterbefall Zuhause muss ein Arzt gerufen werden – entweder den Hausarzt anrufen oder den Kassenärztlichen Notdienst 116 117 (bundesweit). Der Arzt stellt den Totenschein aus. Im Krankenhaus oder Pflegeheim kümmern sich die Mitarbeiter darum.

• Die engsten Angehörigen sollten schnell benachrichtigt werden. Sie können helfen und Beistand leisten.

• Der nächste Schritt ist zu schauen, ob der Verstorbene eine Bestattungsverfügung hatte – also seine Wünsche hinsichtlich seiner Beerdigung notiert hat, eine Sterbegeldversicherung oder einen Vorsorgevertrag mit einem Bestattungsinstitut abgeschlossen hat.

• Nun ist es an der Zeit einen Bestatter auszuwählen, bzw. mit dem Bestatter Kontakt aufzunehmen, mit dem der Verstorbene einen Vorsorgevertrag abgeschlossen hat. Vorher am besten in einem Ordner alle wichtigen Unterlagen zusammenstellen:

• Personalausweis
• Geburtsurkunde
• Evtl. Heiratsurkunde
• Evtl. Scheidungsurkunde
• Sterbeurkunde – diese wird vom Bestatter beim zuständigen Standesamt beantragt

• Die Überführung wird der Bestatter veranlassen und beispielsweise auch Behördengänge übernehmen.

• Krankenkasse, Rentenversicherung und Arbeitgeber müssen über den Sterbefall informiert werden.

1. Der laufende Zahlungsverkehr sollte überprüft und ggf. Daueraufträge gestoppt werden.

2. Versicherungen sollten gekündigt werden.

3. Falls der Verstorbene eine Sterbegeldversicherung oder Lebensversicherung hatte, kümmert sich der Bestatter um diese. Bei einer eventuellen Auszahlung können die Kosten für den Bestatter beglichen werden.

4. Ein wichtiger Punkt ist die Planung der Bestattung. Auch das sollte zusammen mit dem Bestatter gemacht werden. Dabei werden folgende Fragen geklärt:

• Wer wird eingeladen? Der engste Familienkreis oder auch Freunde und entfernte Verwandte?
• Soll es eine Traueranzeige geben? Wenn ja, muss diese gestaltet und gebucht werden.
• Wie soll die Bestattung werden? Welche Art der Bestattung wird gewünscht? Welcher Sarg oder welche Urne wird ausgesucht?

• Auch nach der Bestattung kommen noch viele weitere Aufgaben auf die Hinterbliebenen zu:

• den Erbschein beantragen
• das Testament einreichen – falls vorhanden
• das Finanzamt kontaktieren
• evtl. die Wohnung des Verstorbenen kündigen
• evtl. den Haushalt auflösen
• die Grabgestaltung planen
• evtl. das Grabmal in Auftrag geben
• Danksagungen versenden

• Aufgaben die nach der Bestattung von dem Bestatter übernommen werden:

• Kündigung von Verträgen und Abonnements
• Antrag auf Rentenfortzahlung für den Ehepartner

Bei Fragen stehen wir Ihnen als Bestattungsinstitut immer zur Seite und helfen natürlich gerne.

Ein Flugzeugt fliegt am Himmel zum Zielort.

Eine Leiche geht auf Reisen

Sommerzeit ist Urlaubszeit

Ein Großteil der Deutschen verbringt die Ferien gerne im Ausland fernab der Heimat – ab in den Flieger und weg. Die Planung für den Urlaub steht, doch leider hat das Schicksal ganz andere Pläne. Das Thema Tod ist noch immer ein Tabu, über das erst gesprochen wird, wenn es so weit ist.

Kaum jemand stellt sich die Frage, was zu tun ist, wenn ein Angehöriger im Urlaub stirbt. Fernab der Heimat ist die außergewöhnliche Situation eines Todesfalles noch schwieriger zu meistern, als Zuhause. Dabei gibt es klare Regeln, welche Schritte getan werden müssen.

Kontaktieren der Angehörigen

Verstirbt ein Urlauber im Ausland, werden die Angehörigen durch die Mitreisenden oder den Reiseveranstalter informiert. Bei allein reisenden Personen benachrichtigt die örtliche Behörde die deutsche Auslandsvertretung, die dann die Polizei in Deutschland informiert.
So werden die Angehörigen in Deutschland über den Todesfall in Kenntnis gesetzt. Mit dem Konsularbeamten der deutschen Auslandsvertretung sind die weiteren Schritte, wie der Bestattungsort zu klären.

Die Mehrheit der Hinterbliebenen entscheiden sich dafür den Leichnam zurück in die Heimat zu holen, um ihn bei sich in der Nähe zu bestatten. Spätestens jetzt ist ein Bestatter in Deutschland zu kontaktieren, damit dem Konsulat mitgeteilt werden kann, an welche Adresse der Verstorbene zu überführen ist.

Beauftragen der Dokumente

Für die Überführung des Verstorbenen nach Deutschland werden einige Dokumente benötigt. Das Konsulat und oder der Bestatter vor Ort hilft bei der Beantragung der Sterbeurkunde und einer beglaubigten Übersetzung, damit in Deutschland beim Standesamt die Sterbeurkunde beantragt werden kann.

Der Personalausweis oder der Reisepass des Verstorbenen verbleibt im Original im Sterbeland. Darüber hinaus werden das Familienbuch, die Geburtsurkunde und Heiratsurkunde benötigt. Zusätzlich müssen die Angehörigen des Verstorbenen eine Vollmacht zur Beauftragung des Bestatters an die Behörde und der Auslandsvertretung ausstellen. So kann die Rückführung sowie Bestattung übernommen werden, ohne dass die Angehörigen in das Gastland reisen müssen. Für die Einäscherung des Leichnams wird meist eine weitere Vollmacht benötigt. Manche Länder verlangen eine Meldebescheinigung, die von dem Einwohnermeldeamt am Heimatort ausgestellt wird.

Der Bestatter hat die Aufgabe der Behörde im Ausland mitzuteilen, auf welchem Friedhof der Verstorbene beigesetzt wird, eine Beisetzungsbescheinigung auszuhändigen oder auch die Urne aus dem Ausland anzufordern.
Für die Überführung im Sarg sind einige Vorkehrungen zu treffen. Der Leichnam muss in einem speziellen, verlöteten Zinksarg transportiert werden. Die Überführung ist auch in einer speziellen Transporturne möglich, die sogar als Handgepäck transportiert oder über einen Kurierdienst verschickt werden kann.

Urne steht auf einer Seekarte bereit für die Beisetzung.

Wer übernimmt die Kosten?

Die Rückführung eines Verstorbenen ins Heimatland ist meist mit hohen Kosten verbunden, die von den Angehörigen getragen werden. Durch den Abschluss einer Auslandskrankenversicherung können diese Kosten vermieden werden. Ein Vergleich der verschiedenen Angebote hilft die beste Lösung für die eigenen Bedürfnisse zu finden.

Wer einen längeren Urlaub im Ausland plant, der sollte zudem eine Reiseabbruch- und eine Reiserücktrittsversicherung in Erwägung ziehen. Sie übernehmen die zusätzlichen Rückreisekosten, die durch eine vorzeitige Rückreise im Todesfall eines Angehörigen entstehen. Befindet sich der Urlauber noch in der Heimat und hat einen Todesfall vor Urlaubsantritt zu beklagen und kann die Reise nicht antreten, tritt die Reiserücktrittsversicherung in Kraft. Diese erstattet die vorher vereinbarten Rücktritts- bzw. Stornokosten.

Wenn Sie von einem Todesfall im Ausland betroffen sind oder sich gerne näher über dieses Thema informieren lassen möchten, stehen wir Ihnen als Hamburger Bestattungsinstitut zur Verfügung.