Kategorie-Archiv: Bestattungsarten

Bestattungen weltweit – in den fernen Osten

Trauer für ein ganzes Jahr

Unsere Welt ist vielfältig und so sind unsere Glaubensausrichtungen – die größten sind der Islam, das Christentum, das Judentum, der Buddhismus und der Hinduismus. Über die Bestattungsrituale im Judentum und Islam haben wir euch bereits berichtet. In diesem Beitrag geht es um den Buddhismus.

Pagoden

Der Buddhismus kennt viele verschiedene Bestattungsrituale. Sie variieren von Land zu Land. Im Kern werden aber alle buddhistischen Bestattungszeremonien von dem Glauben bestimmt, dass der menschliche Körper nur ein Werkzeug für den Geist ist. Im Moment des Todes trennt sich das Bewusstsein von dem alten Körper und bindet sich an einen neuen. Der tote Leib hat keine Funktion mehr und kann nach drei Tagen verbrannt werden. Aus der Asche werden die Knochen geborgen, um sie in Pagoden, turmartige, mehrgeschossige Gebäude, zu bestatten.

Die Trauerzeit zieht sich über zwölf Monate, in denen immer wieder nach genau festgelegten Regeln an den Verstorbenen erinnert wird. Die Angehörigen beten und spenden Almosen, denn gute Taten sollen sich auf den Verstorbenen übertragen und dessen Wiedergeburt positiv beeinflussen. Mönche predigen und lesen aus den Reden Buddhas vor. Zum Jahrestag des Todes wird ein Fest veranstaltet.

Drei Kerzen sind bei Sonnenuntergang am Strand aufgestellt

Feuerbestattung – Asche zu Asche

Asche zu Asche

Uns ist aufgefallen, dass in den letzten Jahren die Zahl der Feuerbestattungen stark zugenommen hat. Das ist ein guter Grund für mich, dazu ein paar Worte zu verlieren: Die Feuerbestattung ist eine der ältesten Bestattungsarten, die bis heute in vielen Regionen der Welt praktiziert wird. Im Christentum wurde sie lange abgelehnt, weil sie der Vorstellung der leiblichen Auferstehung – wie es im Glaubensbekenntnis steht – zuwiderläuft. Erst seit 1963 gestatten gläubige Katholiken offiziell die Wahl zwischen einer Erd- und einer Feuerbestattung.

Ein Herz aus Holz zurecht gelegt

Es gibt viele Möglichkeiten eine Urne beizusetzen

Die Zustimmung der Kirche ist sicher nicht der Grund, warum Feuerbestattungen immer beliebter werden. Manchmal ist es eine Kostenfrage – manchmal liegt es daran, dass sich die Angehörigen nicht regelmäßig um die Grabpflege kümmern können. Heutzutage wohnen viele Familien nicht mehr in der gleichen Stadt. Ich persönlich bemerke auch, dass sich die Trauerkultur insgesamt wandelt. Das Grab, als Ort des Erinnerns verliert an Bedeutung. Immer mehr Menschen entscheiden sich für Baum- oder Seebestattungen. Bei der Seebestattung wird die Urne im Meer beigesetzt, wo sie sich innerhalb weniger Stunden auflöst. Entscheidet man sich für die Baumbestattung, wird die Urne z.B. in einem Friedwald im Wurzelbereich eines Baumes in die Erde gelassen. Eine neue, beliebte Art der Feuerbestattung ist die Diamantbestattung. Ein Teil der Asche wird zu einem künstlichen Diamanten gepresst, der als persönliches Erinnerungsstück aufbewahrt oder als Schmuckstück getragen wird. Trotz der vielen individuellen Möglichkeiten entscheiden sich aber immer noch viele Menschen, für ein klassisches Urnengrab oder ein Kolumbarium.

Der Ablauf einer Feuerbestattung

Im Falle einer Feuerbestattung ist der Zeitraum zwischen dem Tod und der Beisetzung aufgrund der Kremation etwas länger als bei einer klassischen Erdbestattung. Während der Kremation darf der Verstorbene eigene Sterbekleidung tragen, die aber nicht aus Kunststoff sein sollte. Da in Deutschland die Sargpflicht besteht, ist es nicht möglich Verstorbene ohne Sarg einzuäschern. Der Sarg dient dabei als Brennmaterial, soll aber auch die Pietät gegenüber dem Toten wahren. Die Trauerfeier kann vor der Einäscherung am Sarg stattfinden oder danach an der Urne. Einige Angehörige entscheiden sich dafür, den Verstorbenen am Sarg zusammen mit Verwandten, Freunden und Bekannten zu verabschieden, die Urne aber im engsten Kreis beizusetzen.

Feuerbestattung – die günstige Alternative?

Wenn es um die Bestattung eines lieben Menschen geht, redet niemand gerne über Geld. Ich würde es an dieser Stelle gerne dennoch tun, einfach um umfassend zu informieren: Der Preis für eine Feuerbestattung liegt in der Regel unter dem einer Erdbestattung. Denn meist wird bei einer Einäscherung ein eher günstiger Sarg gewählt, der ausschließlich aus Holz besteht – also keine Nägel oder Beschläge hat. Außerdem sind die Gebühren für Urnengräber niedriger, weil sie viel kleiner sind. Wird die Urne auf See beigesetzt, fallen Kosten für die Reederei an.

Übrigens bieten wir vom Hamburger Bestattungsinstitut alle erwähnten Bestattungsarten an. Sollten Sie mehr dazu erfahren wollen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.