Archiv für den Monat: August 2017

Kinderbücher zum Thema Tod

Wenn man bereits als Kind Abschied nehmen muss

Der Tod, das Sterben, der Verlust und die Trauer sind Themen, die oft schwer für Kinder zu begreifen sind. Was bedeutet der Tod? Kommt Oma wirklich nicht mehr wieder? Schläft sie nur? Was passiert nach dem Tod?

Für Erwachsene ist es häufig schwierig einen Weg zu finden, Kindern zu erklären was da passiert. Dabei muss es sich nicht einmal um einen Todesfall in der Familie handeln. Es kann Kinder auch betreffen, wenn bei einem Freund ein Familienmitglied stirbt.

Kinder können den Tod und sein unwiederbringliches Ende des Lebens erst ab dem neunten oder zehnten Lebensjahr begreifen. Dennoch ist es wichtig offen und ehrlich mit ihnen darüber zu sprechen.

Der Tod ist für viele Menschen etwas Beängstigendes und wird oft auch nur mit Leuten verbunden, die bereits älter sind. Leider sterben auch Kinder, zum Beispiel durch einen Unfall oder aufgrund einer schweren Krankheit. Bücher sind eine gut Möglichkeit diese schwierigen Themen sanft anzugehen. Gerne möchten wir euch nach und nach ein paar Geschichten vorstellen, die speziell für Kinder geschrieben wurden.

Der Besuch vom kleinen Tod

In dem Bilderbuch „Der Besuch vom kleinen Tod“ wird von Kitty Crowther aus der Perspektive des kleinen Todes erzählt. Er kümmert sich um die Sterbenden, besucht sie zu Hause und begleitet sie leise ins Totenreich. Nur selten freuen sich die Menschen den kleinen Tod zu sehen, vielmehr macht er ihnen häufig Angst, obwohl er sich die größte Mühe gibt, von ihnen gemocht zu werden.

Dies ändert sich als er auf das todkranke Mädchen Elsewin trifft, die ihn fröhlich im Bett sitzend erwartet und gerne mit ihm ins Totenreich geht. Dort verbringen die Beiden eine vergnügliche Zeit zusammen, in der Elsewin dem kleinen Tod das Spielen zeigt und was den kleinen Tod glücklich macht. Allerdings kann Elsewin nicht im Totenreich bleiben, sondern muss weitergehen, in den Himmel.

Als der kleine Tod wieder alleine ist, wird dieser ganz traurig, da alles wie vor seinem Treffen mit Elsewin ist und er sich einsam fühlt. Doch Elsewin kommt wieder, als Engel und begleitet den kleinen Tod nun auf seinen Abholreisen, so dass auch die Sterbenden weniger Angst und Furcht vor dem kleinen Tod haben.

In dem Buch wird neben dem Tod auch über Einsamkeit und Freundschaft gesprochen. Es wir gezeigt, dass der Tod nicht für jeden etwas Schlechtes ist, sondern, wie im Falle von Elsewin, auch eine Erlösung sein kann. Die Darstellung des kleinen Todes als Jungen, hilft den Kindern eine bessere Beziehung zu ihm aufzubauen und sich unter der Gestalt des Todes nicht etwas Schlimmes oder Schreckliches vorzustellen. Das kann dabei unterstützen den Kindern die Angst vor dem Tod zu nehmen. „Der Besuch vom kleinen Tod“ ist für Kinder ab fünf Jahren geeignet.