Bestattungen weltweit – in den fernen Osten

Trauer für ein ganzes Jahr

Unsere Welt ist vielfältig und so sind unsere Glaubensausrichtungen – die größten sind der Islam, das Christentum, das Judentum, der Buddhismus und der Hinduismus. Über die Bestattungsrituale im Judentum und Islam haben wir euch bereits berichtet. In diesem Beitrag geht es um den Buddhismus.

Pagoden

Der Buddhismus kennt viele verschiedene Bestattungsrituale. Sie variieren von Land zu Land. Im Kern werden aber alle buddhistischen Bestattungszeremonien von dem Glauben bestimmt, dass der menschliche Körper nur ein Werkzeug für den Geist ist. Im Moment des Todes trennt sich das Bewusstsein von dem alten Körper und bindet sich an einen neuen. Der tote Leib hat keine Funktion mehr und kann nach drei Tagen verbrannt werden. Aus der Asche werden die Knochen geborgen, um sie in Pagoden, turmartige, mehrgeschossige Gebäude, zu bestatten.

Die Trauerzeit zieht sich über zwölf Monate, in denen immer wieder nach genau festgelegten Regeln an den Verstorbenen erinnert wird. Die Angehörigen beten und spenden Almosen, denn gute Taten sollen sich auf den Verstorbenen übertragen und dessen Wiedergeburt positiv beeinflussen. Mönche predigen und lesen aus den Reden Buddhas vor. Zum Jahrestag des Todes wird ein Fest veranstaltet.