Archiv für den Monat: Juli 2016

Die vier Trauerphasen

Trauerphasen

Wer den Tod eines geliebten Menschen erlebt, muss mit heftigen, schmerzhaften Gefühlen zurechtkommen. Dabei hilft es zu wissen, dass es normal ist vom Schmerz überwältigt zu werden. Und es hilft zu wissen, dass die Trauer nach einem bestimmten Schema abläuft, dass sich in vier Phasen gliedern lässt. Wer diese Phasen kennt, kann sich selbst – bzw. andere – besser verstehen. Das Begreifen der Trauer ist für mich ein zentraler Punkt meiner Arbeit, da ich den Trauernden zur Seite stehen möchte. Die Schweizer Psychologin Verena Kast hat mit ihrer Definition der vier Phasen eine hilfreiche Grundlage geschaffen, um den Trauerprozess zu verstehen und zu begleiten.

  1. Trauerphase: Das Nicht-Wahrhaben-Wollen

Die Betroffenen stehen unter Schock und fühlen sich geradezu empfindungslos. Der Verlust wird verleugnet oder fühlt sich wie ein böser Traum an. Es treten oft körperliche Symptome auf: erhöhter Puls, verstärktes Schwitzen, Übelkeit und motorische Unruhe.

Diese Phase kann nach wenigen Stunden vorbei sein oder mehrere Wochen andauern. In diesem Zustand ist der Beistand einer nahestehenden Person das Beste für die Betroffenen.

  1. Trauerphase: Die aufbrechenden Emotionen

Es ist die Zeit der heftigen Gefühle. Wut, Trauer, Zorn, Angst, sogar Freude mischen sich mit Ruhelosigkeit. Oft sind Schlafstörungen eine Folge. Viele Trauernde suchen nun nach einem Schuldigen und entwickeln dabei Aggressionen. Nicht selten brechen Schuldgefühle auf.

In dieser Zeit ist es sehr wichtig, die Emotionen zuzulassen und zu durchleben, damit der Schmerz verarbeitet und die nächste Trauerphase erreicht werden kann. Die Dauer dieser Phase ist wieder sehr unterschiedlich: von ein paar Wochen bis zu mehreren Monaten ist alles möglich und normal.

  1. Trauerphase: Das Suchen und Sich-Trennen

Eine erste Verarbeitung hat stattgefunden, der akute Schmerz ebbt ab. Und damit ist die Möglichkeit geschaffen, sich bewusst zu verabschieden. Die Trauernden suchen gemeinsame Orte auf, schwelgen in Erinnerungen und beginnen eine intensive Auseinandersetzung mit dem verlorenen Menschen. Für manche wird der Verstorbene zu einem „inneren Begleiter“, mit dem sie im Dialog stehen.

Diese Phase ist gleichzeitig schön und schmerzhaft. In ihrem Verlauf wenden sich die Trauernden entweder wieder dem Leben und dem Neuen zu oder verharren in ihrer Trauer. Der Prozess ist intensiv und kann dementsprechend Wochen, Monate oder sogar Jahre dauern. Geduld ist also gefragt. Außerdem hilft es, wenn nahestehende Personen die Erinnerung und Auseinandersetzung begleiten und bei der Neuorientierung helfen.

  1. Trauerphase: Der neue Selbst- und Weltbezug

Es ist die Phase der Rückkehr ins Leben und in die Gesellschaft: Die Trauernden erkennen nun selbst wieder, dass das Leben weitergeht. Innere Ruhe und Frieden kehren ein, denn der Verlust wird akzeptiert. Die Betroffenen können sich ein Leben ohne den Verstorbenen vorstellen und freunden sich langsam mit einem neuen Lebensstil, neuen Verhaltensweisen, neuen Rollen und Beziehungen an.

Dieses Modell ist richtig und wichtig, um sich in der scheinbar nicht enden wollenden Trauer zu orientieren. Aber trotzdem sollte niemand vergessen, dass man es auch bei Trauernden mit Individuen zu tun hat. Jeder ist anders, jeder trauert in seinem Rhythmus und in seiner Geschwindigkeit. Und auch die Phasen sind in der Realität nicht immer so klar voneinander abzugrenzen.

Sterbegeldversicherung – Fürsorge für die Hinterbliebenen

Sterbegeldversicherung

Die meisten Menschen haben Versicherungen: Hausrat-, Unfall-, Rechtsschutz- oder Zahnzusatzversicherungen, um nur einige zu nennen. Damit treffen sie Vorsorge falls mal etwas passiert. Im Prinzip ist es mit der Sterbegeldversicherung genauso. Nur, dass in diesem Fall die ausgezahlte Versicherungssumme vor allem die Angehörigen entlastet, weil damit die Finanzierung einer angemessenen Bestattung sichergestellt wird. Deshalb ist es fast schon passender von Fürsorge und nicht von Vorsorge zu sprechen.

Wir werden oft gefragt, wie eine Sterbegeldversicherung genau funktioniert. Das möchte ich gerne erklären: Im besten Fall hat der Verstorbene selbst schon zu Lebzeiten mit einem Bestatter seines Vertrauens über seine Wünsche bezüglich der Beerdigung und Trauerfeier gesprochen. Die Sterbegeldversicherung stellt dann sicher, dass die Kosten dafür abgedeckt sind. Die Hinterbliebenen müssen sich also nach dem Tod eines geliebten Menschen keine Gedanken über die Finanzierung der Bestattung oder der Trauerfeier machen – und sich vor allem nicht um die Kosten sorgen. Das ist viel Wert in Zeiten der Trauer.

Im Allgemeinen ist es so, dass zuerst eine Versicherungssumme festgelegt wird, die so hoch ist, dass sie die Kosten für die gewünschte Beerdigung abdeckt. Die Raten werden monatlich beglichen und hängen von der benötigten Summe und dem Eintrittsalter des Versicherten ab. Je jünger man die Sterbegeldversicherung abschließt, umso geringer ist die monatliche Belastung. In der Regel sind die Raten so berechnet, dass die Versicherung ab dem 85. Lebensjahr beitragsfrei bis zum Tod des Versicherten weiterläuft. Wichtig zu wissen ist, dass diese Versicherung zum sogenannten Schonvermögen gehört. Das heißt, dass sie vom Staat auch dann nicht angetastet werden darf, wenn der Versicherte Sozialleistungen bezieht.

Zum Schluss möchte ich in diesem Blogpost unsere Hilfe anbieten. Denn die Wenigsten haben Lust, durch den Paragraphendschungel der Versicherungen alleine hindurch zu finden. Wir vom Hamburger Bestattungsinstitut kennen uns mit dem Thema sehr gut aus und haben einen äußerst vertrauenswürdigen und kompetenten Partner an unserer Seite – nämlich die Hamburger Sparkasse. Wer also mehr über eine Sterbegeldversicherung erfahren möchte, kann sich gerne telefonisch unter (040) 44 44 77 bei uns melden. Wir vereinbaren einen Termin und beraten Sie dann gerne persönlich.

Tipps zur Trauerbewältigung

Trauerarneit

Das Institut für Trauerarbeit e.V. bietet kompetente Hilfe

In einem Beitrag auf diesem Blog haben wir davon berichtet, dass Bücher erste Impulse zur Bewältigung der Trauer geben können. Leider ist es manchmal so, dass die Verzweiflung zu groß ist. Dann können oftmals sogar enge Freunde oder die Familie wenig tun. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass in diesen Fällen professionelle Hilfe das Beste ist.

In Hamburg gibt es beispielsweise das Institut für Trauerarbeit (ITA) e.V., dessen Arbeit mit Trauernden ich bemerkenswert finde. Hier geht es nämlich nicht darum, das Gefühl der Trauer möglichste schnell loszuwerden und wieder alltagstauglich zu sein. Die Hinterbliebenen werden dabei unterstützt, ihren Schmerz zu durchleben – und so ihren Verlust auch zu verarbeiten. Das Institut für Trauerarbeit e.V. bietet Einzel- und Gruppengespräche an. Gerade in Gruppengesprächen stellt sich bei vielen Betroffenen erstmals die beruhigende Gewissheit ein, nicht alleine mit dem großen Schmerz und der Trauer zu sein. Geteiltes Leid ist nicht gleich halbes Leid – aber Gemeinschaft stärkt.

Das Institut arbeitet im Wesentlichen mit ehrenamtlichen Beratern und finanziert sich durch Spenden und Mitgliedsbeiträge. Deshalb ist die Teilnahme an den Angeboten auch besonders günstig.

Wer mehr erfahren möchte, kommt hier zur Homepage des Instituts für Trauerarbeit e.V..