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Bestattungen Weltweit – rund um den Globus

Das Bestattungsritual der Hindus

Unsere Reise rund um den Globus zu den verschiedenen Bestattungen weltweit geht zu Ende. Nach den Bestattungsritualen im Islam, Judentum und Buddhismus folgt heute der Einblick in das der Hindus.

Im Hinduismus werden Sterbende mit dem Kopf in Richtung Süden gelegt, weil man daran glaubt, dass sich dort der Totengott Yama befindet. Um dem Sterbenden beizustehen, lesen Angehörige oder Priester aus den heiligen Schriften vor. Wenn der Tod eingetreten ist, sollen Körper und Seele gereinigt werden. Dafür wird der Leichnam auf einen Stuhl gesetzt und gewaschen. Danach wird der Körper gesalbt, in ein Tuch gewickelt, dass zuvor in heiligem Wasser getränkt wurde, und aufgebahrt. So haben die Angehörigen Zeit, sich zu verabschieden. Nach drei Tagen wird der Leichnam zu einem Verbrennungsplatz gebracht. Hier umrunden die Angehörigen zunächst fünfmal die Feuerstelle. Die Runden sollen die Elemente Feuer, Wasser, Luft, Erde und Raum symbolisieren. Danach stellen sich Männer am Kopfende und Frauen am Fußende des Verstorbenen auf und der erstgeborene Sohn zündet mit geweihtem Feuer aus einem Tempel den Leichnam an. Nach weiteren drei Tagen wird die Asche in den heiligen Fluss Ganges oder ein anderes heiliges Gewässer gestreut.

Zum Zeichen ihrer Trauer lassen sich die Söhne des Verstorbenen den Kopf rasieren. Und an allen Todestagen werden Opfergaben dargebracht und mit schwimmenden Kerzen an den Toten erinnert.

Wiener Zentralfriedhof

Friedhöfe in Europa – Eine schöne Leich in Wien

„Er hat den 71er genommen“

Über den Wiener Zentralfriedhof gibt es viel zu sagen. Beispielsweise, dass er mit seinen rund 330.000 Grabstellen zu den größten Friedhofsanlagen Europas gehört. Oder, dass er bei seiner Eröffnung im Jahr 1874 gar nicht in Wien lag. Und auch heute befindet sich der Wiener Zentralfriedhof – obwohl sein Name etwas anderes Nahe legt – gar nicht mitten in der Stadt. Er ist am südöstlichen Stadtrand angesiedelt, im 1892 eingemeindeten Viertel Simmering.

Wer also von der Innenstadt zum Zentralfriedhof gelangen möchte, nimmt in der Regel die Straßenbahnlinie Nr. 71, die von der Börse über die Wiener Ringstraße, den Rennweg und die Simmeringer Hauptstraße bis zum Zentralfriedhof fährt. Die Straßenbahnlinie ist bei den Wienern so stark mit ihrem größten Friedhof verbunden, dass in vielen Anekdoten, Geschichten und Liedern der „71er“ als Metapher für das Sterben dient. Auch in der Umgangssprache hat die Bahnlinie ihren Platz gefunden. So wird über einen Verstorbenen gesagt: „Er hat den 71er genommen.“

Die Geschichte des Wiener Zentralfriedhofes

1874 eröffnet, wurden seitdem auf dem Wiener Zentralfriedhof mehr als drei Millionen Menschen begraben – Wien hat dagegen nur 1,7 Millionen lebendige Einwohner.
Zunächst war es üblich, sehr einfache „Sparbegräbnisse“ vorzunehmen. Kaiser Josef der II. hatte sogar bestimmt, dass die Wiener in Särgen mit Klapptür begraben wurden, die man mehrmals benutzen konnte. Opulenz auf dem Friedhof gab es nur für Adel und Klerus. Ein paar Jahre später aber, als die Gründerzeit und die industrielle Revolution das Bürgertum reich machte, orientierten sich die neuen Wohlhabenden an den Gepflogenheiten der oberen Stände und inszenierten prunkvolle Begräbnisse und aufwändige Trauerfeierlichkeiten. „A schöne Leich“ sagt man in Österreich dazu. Und diese schöne Leich scheint dem Wiener tatsächlich wesentlich mehr zu entsprechen, als das reduzierte, günstige „Sparbegräbnis“. Immerhin unterstellt man den Einwohnern der Donaumetrolpole eine gewisse Fixierung auf den Tod – die irgendwie sogar zur österreichischen Nationalidentität gehört. Der Tod selbst sei ein Wiener gewesen, heißt es in einem Volkslied. Und Siegmund Freud beschrieb bekanntlich in Wien den Todestrieb.

Zwischen Gräbern berühmter Persönlichkeiten und herrlicher Stille

Wer durch den Wiener Zentralfriedhof spaziert, kann erkennen, wie wichtig hier die letzte Ruhestädte genommen wird. Prächtige Mausoleen, schöne Steinskulpturen und aufwändig gearbeitet Grabsteine gibt es viele. Besonders angenehm finden wir die ruhigen Ecken, fernab von den Gräbern der Wiener Prominenz der Jahrhunderte: Beethoven, Brahms, Schnitzler und auch Falco liegen hier begraben. Auch in den abgelegenen, stillen Ecken des Friedhofs entdeckt man immer wieder bekannte Namen und Gedenktafeln, die an Tragödien der österreichischen Geschichte erinnern. Wir mögen besonders den 1999 eröffneten Park der Ruhe und Kraft, entworfen von Christof Riccabona. Es ist ein geomantischer Landschaftspark, also eine Anlage, die versucht die geistigen, energetischen und seelischen Faktoren des Ortes zu erfassen. Dieser Park ist in fünf gestalterische Bereiche gegliedert und lädt zur körperlichen und geistigen Entspannung ein.

Flower Bouquet

Abschied nehmen

Auf ein letztes Wort

Bei der Trauerarbeit um einen verstorbenen Angehörigen ist das Abschiednehmen ein wichtiger Teil. Es gibt den Betroffenen die Möglichkeit noch einmal Worte mit dem Sterbenden zu wechseln oder auch nur mitzuteilen. Um sich zu bedanken, noch einmal die Hand zu halten und zu drücken, aber auch liebe Worte zu sagen oder sich zu entschuldigen. Am schönsten ist es für die Beteiligten, wenn dies zu Lebzeiten geschehen kann.

Abschied nehmen - Letzte Worte

Ein Aspekt ist auch der Ort des Abschiedes – findet die letzte Begegnung zu Hause in den eigenen vier Wänden oder im Krankenhaus statt? Wenn ein Angehöriger zu Hause verstirbt, möchten viele Hinterbliebene, dass dieser schnell abgeholt und ins Leichenhaus gebracht wird, nachdem der Tod von einem Arzt festgestellt und der Totenschein ausgefüllt wurde.

Die Aufbahrung zu Hause

Der Grund hierfür liegt darin, dass viele Menschen ein unwohles Gefühl dabei haben mit einem Toten in einem Raum oder in einem Haus zu sein. Auch spielt hier der Tod als Tabu in unserer Gesellschaft weiterhin eine große Rolle – es ist nicht mehr üblich zu Hause von den Angehörigen Abschied zu nehmen. Im Gegenteil, sie werden so schnell wie möglich aus der vertrauten Umgebung entfernt. Dabei spielt die Sorge, dass der Leichnam schnell verfällt eine entscheidende Rolle.

Allerdings verändert sich ein Leichnam gar nicht so schnell. Dieser Prozess zieht sich über Stunden und Tage, so dass eine Aufbahrung zu Hause für einen Tag oder auch länger, nach Eintritt des Todes unbedenklich ist. Die Aufbahrungszeiten sind dabei je Bundesland untersch

iedlich. In Brandenburg und Sachsen müssen Tote bereits nach 24 Stunden in die Leichenhalle überführt werden, in den meisten anderen Bundesländern nach 36 Stunden – Thüringen hat mit 48 Stunden eine der längsten Aufbahrungszeiten und wird nur von Bayern, die keine festgesetzte Frist haben, übertroffen.

Vorteile des Abschiednehmens zu Hause

Eine Aufbahrung zu Hause bietet zudem den Vorteil, dass man sich an einem vertrauten Ort Ruhe verabschieden kann. Der Leichnam wird von dem Pflegepersonal oder dem Bestatter gewaschen, angezogen und fertig für die Aufbahrung gemacht. Der anschließende Abschied findet ungestört statt und die Angehörigen können miteinander Erinnerungen austauschen. Auch Freunde und Bekannte haben so die Möglichkeit angemessen „Adieu“ zu sagen .

Alternativen zur Aufbahrung zu Hause

Natürlich spielt in vielen Fällen auch die Platzfrage eine Rolle, wenn es um die Aufbahrung zu Hause geht. Nicht jeder hat eine Wohnung, die groß genug ist, um einen Toten gut aufbahren zu können. Für diesen Fall können wir als Hamburger Bestattungsinstitut die Abschiedsräume des Ohlsdorfer Bestattungsforum (http://www.friedhof-hamburg.de/ohlsdorf/bestattungsforum/abschiedsraeume/) empfehlen. Hier wird der Leichnam im Sarg in einem gemütlichen Raum aufgebahrt, der eine schönere Atmosphäre als die normale Leichenhalle bietet. Nur die Angehörigen haben über eine Chipkarte Zutritt und können ihren Verstorbenen Tag und Nacht – unabhängig von den regulären Öffnungszeiten des Bestattungsforums – aufsuchen. So haben die Hinterbliebenen ausreichend Zeit für ihren Abschied.