Die Ausbildung zur Bestattungsfachkraft

Bei dem Beruf des Bestatters haben viele das Bild von der Person vor Augen, die den Verstorbenen in einem Sarg oder einer Urne unter die Erde bringt. Doch verbirgt sich hinter diesem „einfachen“ unter die Erde bringen noch viel mehr und was genau alles in der Ausbildung zur Bestattungsfachkraft verbirgt, stellen wir euch hier vor:

Die Anforderungen für den Start zur Ausbildung

Die Voraussetzung um eine Ausbildung zur Bestattungsfachkraft beginnen zu können sind entweder ein Hauptschulabschluss, ein mittlerer Bildungsabschluss oder eine Hochschul-reife.

Zudem ist es wichtig Einfühlvermögen zeigen zu können, z.B. beim Umgang mit trauernden Hinterbliebenen, psychisch stabil zu sein, z.B. beim Anblick Verstorbener, sorgfältig und umsichtig zu arbeiten – dies ist wichtig bei der Gestaltung von Todesanzeigen als auch bei der Vorbereitung der Verstorbenen für die Bestattung. Darüber hinaus sind sowohl Kommunikationsfähigkeit als auch eine Kunden- und Serviceorientierung von großer Bedeutung in unserem Beruf, wenn es darum geht die Angehörigen für die Bestattung rundum informieren zu können und auch auf die individuellen Wünsche einzugehen.

Inhalte der Ausbildung

Während der Ausbildung ist man sowohl im Bestattungsunternehmen bzw. in der Friedhofsverwaltung als auch an der Berufsschule. Der Unterricht findet im Blockunterricht statt. Dies bedeutet man ist in einem zusammenhängenden Zeitraum von mehreren Tagen bis Wochen an der Berufsschule.

Die Ausbildung ist auf drei Jahre aufgeteilt. In diesen Jahren werden folgende Schwerpunkte abgedeckt, die für die Ausführung des Berufs der Bestattungsfachkraft wichtig sind:
– Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
– Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,
– Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,
– Umweltschutz,
– Umgang mit Informations- und Kommunikationstechniken,
– Berufsbezogene Rechtsvorschriften, Normen und technische Unterlagen,
– Planen von Arbeitsabläufen, Ausführe von Geschäfts- und Verwaltungsvorgänge,
– Riten und Gebräuche,
– Handhabung und Wartung von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und technischen Einrichtungen,
– Be- und Verarbeiten von Werk- und Hilfsstoffen, Durchführen warenkundlicher Arbeiten,
– Bearbeiten von Bestattungsaufträgen,
– Durchführen von Trauerfeiern und Bestattungen,
– Qualitätssichernde Maßnahmen und Kundenorientierung,
– Psychologische Maßnahmen,
– Bestattungsvorsorge.

Die Ausbildung findet nicht nur drinnen, sondern auch draußen statt. So arbeitet die Bestattungsfachkraft sowohl in Geschäfts- und Büroräumen, Werkstätten als auch im Freien am Grab, in Aufbahrungshallen und in Krematorien.

Gehalt
Das Gehalt des Bestattungsfachkraftauszubildenden hängt sowohl vom Ort und der Größe des Betriebes ab, als auch davon, ob dieser an einen Tarifvertrag gebunden ist:
1. Ausbildungsjahr: 350-750 Euro
2. Ausbildungsjahr: 390-800 Euro
3. Ausbildungsjahr: 450-850 Euro

Das Einstiegsgehalt nach Abschluss der Ausbildung liegt zwischen 1.900 bis 2.000 Euro (Brutto).

Kinderbücher zum Thema Tod – Verlust eines Freundes

Wenn ein Freund stirbt

Als Erwachsene hoffen wir, das Kindern Gefühle wie Trauer für lange erspart bleiben und sie eine unbeschwerte Kindheit verleben können. Nur haben wir da keinen Einfluss drauf und manche Kinder verlieren durch einen Unfall ihr Leben. Zurück bleiben Freunde der Kinder, die selbst noch welche sind, die damit leben müssen, dass ihre beste Freundin oder ihr bester Freund nicht mehr zum Spielen vorbeikommen können oder sie nun den Weg zur Schule alleine begehen müssen.

Als Otto das Herz zum ersten Mal brach

Ein solches Kind ist Otto von dem Axel Schulß in seinem Buch „Als Otto das Herz zum ersten Mal brach“ erzählt. Eines Morgens wird Otto von seiner Mutter geweckt mit der Nachricht, dass seine beste Freundin Annie bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Annie ist unglücklich die Treppe heruntergefallen und gestorben. Ottos Mutter erlaubt ihm zu Hause zu bleiben an dem Tag, doch Otto möchte nicht zu Hause bleiben. So unwirklich erscheint es für ihn, dass Annie fort ist.

Er geht zur Schule, doch bereits bevor er die Schule betritt wird ihm bewusst, dass er seinen Mitschülern nicht gegenübertreten kann. Stattdessen geht Otto zu all den Orten zurück an denen er mit seiner besten Freundin gewesen ist und gibt sich den Erinnerungen an sie hin. Erinnert sich daran, wie sie zusammen Ringe aus dem Kaugummi-Automaten gezogen haben und beschlossen nun Mann und Frau zu sein – so eng war ihre Freundschaft.

So befragt er am Abend seinen Vater, wie die Bezeichnung für den Mann ist, dessen Frau gestorben ist. Daraufhin sagt Otto: „Ich bin Otto, der Mann von Annie und ich bin Witwer.“ Dies hilft Otto seine Situation in Worte zu fassen und sich mit dem Tod von Annie auseinanderzusetzen. So nähert er sich durch Wortbedeutungen und Schreibweisen sich seiner persönlichen Situation an und kann sowohl den Tod als auch seine Trauer besser verstehen und akzeptieren.

Dieses Buch zeigt auf einfühlsame Weise die Entwicklung die ein Betroffener durchgeht, nach dem er die Nachricht über den Verlust eines lieben Menschen erhalten hat. So dauert es meist etwas bis die Endgültigkeit des Todes verstanden ist. Darüber hinaus macht die Geschichte bewusst, wie wichtig es für einen Trauernden ist, dass dieser für den Fall einen Ansprechpartner hat. Wie im Fall von Otto seine Eltern, die ihm eine Stütze sind in dieser schweren Zeit.

Kinderbücher zum Thema Tod

Für immer

Für immer ist eine sehr lange Zeit – eine Ewigkeit, die kein Ende kennt. Für immer ist auch ein Zustand, der normalerweise irreversibel ist. Eine verstorbene Person kommt nicht wieder, sie ist von dieser Welt gegangen ohne, dass es einen Weg zurück gibt.

Dieses „Für Immer“ ist auch ein Zustand der schwer zu begreifen ist, für Erwachsene und Kinder. Ein Sein, das nicht leicht zu erklären und zu besprechen ist. Und doch gehört zur Trauerbewältigung das Verständnis und die Realisierung, dass ein Mensch nicht wieder kommt.

FuerImmer

Das vierfarbige Bilderbuch von Kai Lüftner und Katja Gehrman handelt von dem kleinen Egon, der seinen Vater verloren hat. Es erzählt poetisch von einem großen Verlust, dem eines geliebten Menschen und der Gefühl der Trauer. Das Buch gibt wieder wie sprachlos Menschen Trauernden begegnen und wie der kleine Egon diesen Zustand wahrnimmt. Egon fühlt sich als Zurückgebliebener – dem die Menschen ohne Worte begegnen, weil sie nicht wissen was sie zu ihm sagen sollen. Oder Menschen die ihn mit Späßen ablenken wollen und zum Lachen bringen wollen. Aber auch die Leute, die nicht mit Egon sondern über ihn mit mitleidigen Sätzen sprechen. Niemand schafft es das Unsagbare auszusprechen: „Papa kommt nie mehr wieder. Er ist weg. Für immer.“

Nur die Mutter schafft es, trotz ihrer eigenen Verzweiflung und Trauer, Egon Trost zu spenden: „Es wird nie wieder so sein, wie es mal war. Aber es wird weitergehen. Auch wenn es schwer ist.“ Sie sagt wie es war, dass ein Verlust eines geliebten Menschen immer schwer ist und die Zeit ohne ihn nicht einfach wird. Es ist nicht leicht sich daran zu gewöhnen, dass der geliebte Vater nicht mehr da ist. Seine Mutter gibt Egon aber auch die Zuversicht, dass dies kein Zustand ist, der für immer so sein wird. Darüber hinaus zeigt sie Egon, dass sein Vater zwar nicht mehr körperlich anwesend ist, aber er nicht wirklich weg ist. Er lebt weiter in seinen Erinnerungen, auf seinem Lieblingsfoto, in seinem Herzen – außerdem ist Egon ein Stück selbst sein Papa, auch wenn nur ein kleines, das für immer in ihm ist.

Das Buch ist für Kinder im Alter von vier bis sieben Jahren geeignet, aber natürlich auch für Erwachsene. Denn manchmal sind es die kleinen Dinge im Leben, die einem Trost und Zuversicht spenden.